Willkommen | Die Imkerei | Produkte | Photos | Zertifikat | Gentechnik | Führung | Partner | Links | Kundenlogin


Gentechnik - betroffene Imker klagen

Durch den Anbau von Genmais finden sich auch Gen-Mais Pollen im Honig. Da meine Kunden und mehr als 70% der Verbraucher Gentechnik in der Nahrung ablehnen und trotzdem Gen-Mais angebaut wird, ist die Vermarktbarkeit meines Honigs gefährdet. Ebenso bestehen Risiken für die Gesundheit der Bienen

In welchem Zusammenhang stehen Genmaisanbau und Honigerzeugung?

Die Bienen sammeln Pollen der Maisblüte und füttern mit diesem Eiweißstoff ihre Brut, also die heranwachsenden Bienen. Pollen wird auch zur späteren Verwendung in den Waben eingelagert. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich dieser Pollen dann auch im Honig wiederfindet, den die Bienen zur Zeit der Maisblüte oder auch später sammeln.

Inwiefern gefährdet Genmaispollen die Bienengesundheit?

Wissenschaftliche Versuche haben gezeigt, dass bei Bienenvölkern, die an einer Darmerkrankung leiden, nach der Aufnahme von Genmaispollen eine erhöhte Sterblichkeit auftritt. Dies kann bei einer weiteren Ausweitung des Genmaisanbaus sehr negative Auswirkungen haben, da Bienenvölker häufig mit den Bakterien infiziert sind, die diese Darmkrankheit auslösen können.
Doch nur mit gesunden Bienen können wir Imker auch in Zukunft Honig erzeugen und die Bestäubung vieler Nahrungspflanzen sicherstellen, die für uns alle von existenzieller Bedeutung ist.

Warum und gegen wen klage ich?

Bisher gab es in der Umgebung meiner Bienenstände keinen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, doch in diesem Jahr wird erstmalig im Flugradius einer meiner Bienenstände Genmais angebaut. Für diesen Genmais der Linie MON 810 der Firma Monsanto gibt es keine Zulassung als Lebensmittel, die den gentechnisch veränderten Organismus (GVO) enthalten (die Zulassung ist auf daraus hergestellte Produkte beschränkt). Da der Pollen ein GVO ist, kann ich von diesem Bienenstand keinen Honig mehr ernten. Diese Situation bedroht meine Existenz und insgesamt die Erzeugung von Honig in Deutschland. In der Umgebung jener Bienenstände, von denen ich den Honig ernte und verkaufe, wird kein Genmais angebaut. Doch die Gefahr ist gross, dass in einigen Jahren in Deutschland kein gentechnikfreier Honig mehr erzeugt werden kann, wenn wir jetzt nicht handeln. Denn der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen.
Ich möchte meinen Kunden auch in Zukunft gentechnikfreien Honig anbieten können.
Deshalb habe ich mich entschieden, gegen das zuständige Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LVLF) zu klagen. Dieses Amt ist für die Überwachung nach dem Gentechnikrecht zuständig. Das Gentechnikgesetz schreibt vor, dass derjenige, der gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut, die konventionelle und ökologische Erzeugung nicht wesentlich beeinträchtigen darf. Das LVLF ist dagegen der Meinung, dass der Imker ausweichen muss, wenn er Kontaminationen seiner Produkte vermeiden will. Mit Hilfe des Verwaltungsgerichts soll nun geklärt werden, wer für den Schutz verantwortlich ist.

Wenn Sie sich ausführlicher informieren möchten:

www.bienen-gentechnik.de, www.keine-gentechnik.de, www.gendreck-weg.de

Wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten:

Die begonnenen Prozesse einiger ebenso betroffenen Kollegen und mir kosten viel Geld. Für eine Unterstützung sind wir Ihnen sehr dankbar. Für Zuwendungen - bitte mit dem Vermerk "Mais Rechtshilfe" - wurde ein notariell geführtes Treuhandkonto eingerichtet.

Volksbank Schwarzwald- Neckar, BLZ 642 920 20 Konto- Nr. 452 162 033
Kontoinhaber: Notar Maier Oberndorf

Die Klagen werden u.a.unterstützt von:
Demeter- Bund e.V., mellifera e.V., Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AÖL), deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund, Bioland und vielen Privatpersonen